Etwas "Bleibendes" zum 135. Geburtstag

Garten- und Verschönerungsverein pflanzt zur Feier drei neue Bäume

Andere Vereine begehen ihr Jubiläum mit einer Feier, der Garten- und Verschönerungsverein Lechenich wollte sein Bestehen mit etwas Bleibendem feiern - und pflanzte am Hennes-Weisweiler-Sportpark eine Buche, eine Kiefer und eine Eiche, die drei Bäume, die die Deutsche Einheit symbolisieren, ein. 

Erftstadt-Lechenich (mar). Bei leicht bewölktem Himmel kamen am Samstagvormittag Mitglieder, Freunde und Unterstützer des Garten- und Verschönerungsvereins Lechenich zusammen, um offiziell die Baumpflanzung aus Anlass ihres Jubiläums zu feiern. Da die vom Verein gespendete Eiche, ein Symbol für Ewigkeit, Rotbuche, die als Mutter des Waldes bezeichnet wird und Schlangenhautkiefer bereits zwischen 16 und 20 Jahre alt und entsprechend groß sind, war es bei der Pflanzung nicht mit ein paar Spatenhieben getan. Deshalb rückte die Aktivgruppe des Vereins mit Hilfe der Baumschule der Gebrüder Schmitz bereits am Donnerstag mit einem Bagger an und setzte die Bäume ein.
In seinem Grußwort gratulierte Bürgermeister Volker Erner zum 135-jährigen Bestehen, "einer wirklich bemerkenswerten Zahl" und bedankte sich beim Hans Oberhofer für dessen unermüdlichen Einsatz als Vereinsvorsitzenden und als Ideengeber, Motor und Initiator des Vereins. Vor allem dankte Erner dem Verein für die Grünpflege, die der Verein regelmäßig leiste, die Bepflanzungen, Pflanzaktionen und Maßnahmen zur Ortsteilverschönerung und bat "machen Sie weiter!" Wie sehr er die Arbeit des Vereins, der aktuell fast 1800 Mitglieder zählt schätze unterstrich der Bürgermeister indem er ankündigte, seine beiden Kinder als Mitglieder anzumelden.
Mit dem Goethe-Zitat "Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich", eröffnete zuvor Hans Oberhofer seine Ansprache und ließ ein paar Highlights der Vereinstätigkeit Revue passieren, wie die Pflanzung von 125 Bäumen an der Streuobstwiese im Jahr 1991, die Pflanzung am Schlosspark Lechenich oder die Pflanzung von Sumpfeichen und Linden im Stadtwald. "Unsere Begeisterung Bäume zu pflanzen ist ohne Ende", versprach er.
Bei der anschließenden Feier im Vereinshaus an der Herriger Straße konnten Interessierte auch einen Blick in das Gründungprotokoll von 1881 werfen. "Es waren damals 35 honorige Herren, die den Verein gegründet haben", erzählte Oberhofer, darunter Bürgermeister, Offiziere und Lehrer. Nur über den Verein sei es damals möglich gewesen, Saatgut zu bekommen. Das vom Verein gezogene Obst schien sich großer Beliebtheit zu erfreuen, denn im Jahr 1903 belieferte der Verein den Kaiserhof mit Äpfeln. Während des ersten Weltkriegs lieferten die Vereinsmitglieder ihr Obst auch an die umliegenden Lazarette.
Dass der Gartenbau- und Verschönerungsverein auch in Zukunft Bestand haben wird, zeigen nicht nur die hohen Mitgliederzahlen, sondern vor allem die Zwergengruppe des Vereins, bei der bereits sechs- bis zehnjährige Kinder lernen, die Natur zu erforschen.

Letzte Änderung: Montag, 14.03.2016 15:36 Uhr

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